Dr. Martin H. Ludwig - betrieblicher Datenschutzbeauftragter - DSB - in NRW und im Ruhrgebiet mit den Großstädten Bochum, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim, Oberhausen aber auch im Rheinland mit Düsseldorf, Leverkusen, Neuss und Köln und auch bundesweit.

Muss der betriebliche Datenschutzbeauftragte mit Namen veröffentlicht werden?

Einige Unternehmen gehen mit dem Thema Datenschutz offensiv um und benennen ihren betrieblichen Datenschutzbeauftragten im Internet, andere nennen ihn auf telefonische oder schriftliche Nachfrage, wieder andere weigern sich diesen zu benennen.

Tatsächlich gibt es im BDSG keine Verpflichtung, den betrieblichen Datenschutzbeauftragen nach außen hin mit Namen aufzuführen, es gibt nur die Verpflichtung ihn zu bestellen. Dies ist sicherlich eine Lücke im Gesetz, die vermutlich in Zukunft geschlossen werden wird.

Trotzdem muss der betriebliche Datenschutzbeauftragte unabhängig von der sonstigen Organisation des Betriebes ansprechbar sein. Dies ergibt sich unmittelbar aus §4f (4) des BDSG:

"Der Beauftragte für den Datenschutz ist zur Verschwiegenheit über die Identität des Betroffenen sowie über Umstände, die Rückschlüsse auf den Betroffenen zulassen, verpflichtet, soweit er nicht davon durch den Betroffenen befreit wird."

Denn die Identität des Betroffenen wäre zwangsweise offengelegt, wenn der Datenschutzbeauftragte nicht unabhängig von der sonstigen Organisation des Unternehmens erreichbar wäre.

Hieraus folgt sogar, dass die Kontaktmöglichkeiten (Telefonnummer, besondere Postadresse oder E-Mail-Adresse) entweder frei zugänglich sein oder anonym erfragbar sein müssen. Denn alleine die Tatsache, dass sich jemand nach dem Datenschutzbeauftragten erkundigt, könnte ja schon zu Nachteilen führen.